Steckbrief
Inger Nilsson alias Pippi Langstrumpf

Was wurde aus „Pippi“ Inger Nilsson?

Sie lebte alleine in ihrer Villa „Kunterbunt“, hatte ein Pferd und ein Äffchen als Mitbewohner und ärgerte die Erwachsenen bis zur Weißglut: Pippi Langstrumpf. Astrid Lindgrens Kinderbuchfigur eines quicklebendigen, frechen und überstarken Mädchens, das lustige und gefährliche Abenteuer mit seinen Freunden Annika und Tommi erlebt, wurde ab 1968 mit der neunjährigen Inger Nilsson als Hauptdarstellerin verfilmt. Seitdem sind beinah vierzig Jahre vergangen und viele fragen sich, was eigentlich aus der kleinen, vorlauten Pippi geworden ist?

Großes Casting in Schweden

Karin Inger Monica Nilsson wurde am 4. Mai 1959 im schwedischen Kisa, Östergotland, geboren. Die Suche nach der idealen Besetzung für die Rolle der „Pippi“ lockte damals 8000 Bewerberinnen zum Casting. Auch Maria Persson, die später Pippis beste Freundin Annika spielen sollte, hatte sich für die Rolle der Pippi beworben. Doch als sie Pippi entdeckten, war klar: Sie ist die einzig Richtige für die Verkörperung des kleinen, frechen Mädchens! Von 1968 bis 1970 wurden die Pippi Langstrumpf-Filme und -Serien gedreht, der Ruhm der Kinder reichte weit. Sie waren  d i e   Kinderstars, doch finanziell schlug sich dieser Umstand für die Kleinen angeblich nicht zu Buche. Keine Beteiligung am Gewinn, keine weiteren Einnahmen an wiederholten Ausstrahlungen, nur ein Taschengeld und der Ruhm.

Sekretärin anstatt Schauspielkarriere

Die erwachsene Inger Nilsson tat sich aufgrund der starken Identifikation ihrer Person mit ihrer Rolle als „Pippi Langstrumpf“ schwer, gute – oder überhaupt – Rollen zu bekommen. Sie erlernte daher den Beruf der Sekretärin und spielte nebenbei Rollen an kleinen schwedischen Theatern. Erst im Jahre 2000 holte man sie für eine Rolle in dem Film „Schloss Gripsholm“ vor die Kamera. Eine nach der Romanvorlage Kurt Tucholskys verfilmte heiter-melancholische Liebesgeschichte, die übrigens bereits 1963 u.a. mit Walter Giller und Nadja Tiller verfilmt worden war.

Comeback als Gerichtsmedizinerin

Während Inger Nilsson in ihrer schwedischen Heimat immer noch sehr bekannt ist – ihre Gesichtszüge haben sich in den letzten vierzig Jahren kaum verändert – erkennt sie in Deutschland wohl kaum jemand mehr. Dies dürfte sich allerdings bald schlagartig ändern. Grund: Inger Nilssons Mitwirkung an der ZDF-Krimireihe „Der Kommissar und das Meer“, die letztes Jahr gedreht wurde und im Herbst 2007 ausgestrahlt wird. In der Serie, die nach den Romanen „Den du nicht siehst“ und „Näher als du denkst“ der erfolgreichen Autorin Mari Jungstedt verfilmt wurde, spielt Inger eine Gerichtsmedizinerin.

Unverheiratet geblieben…

Ingers Schauspielerkollegen „Annika“ Maria Persson und „Tommi“ Pär Sundberg haben beide nach ihrer „Pippi“-Zeit dem Rampenlicht den Rücken gekehrt. Während Maria Persson sich für eine Ausbildung als Krankenschwester entschieden hatte und nach Mallorca gezogen war, wo sie zuerst Barbesitzerin war und anschließend nun als Altenpflegerin arbeitet, ist Pär Sundberg als Manager in einer Marketing-Firma in Malmö tätig. Das Trio Pippi, Annika und Tommi hatte sich nach den Dreharbeiten und gemeinsamen öffentlichen Auftritten für mehr als zwei Jahrzehnte aus den Augen verloren. Inger Nilsson lebt in Stockholm, ist jedoch wie Pär und Maria ledig geblieben. Sie steht außerdem mit Karin, der Tochter der 2002 verstorbenen Pippi-Erfinderin Astrid Lindgren, in freundschaftlichem Kontakt.

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